Kennenlernprozess

Du willst uns gerne kennen lernen? Toll, wir dich auch! Wir haben uns dazu schon ein paar Gedanken gemacht und wollen dir hier vorstellen, wie wir uns den Kennenlernprozess ungefähr vorstellen.

Bevor wir uns persönlich treffen wünschen wir uns, dass du dir diese Internetseite komplett durchliest. Wir haben unsere Vorstellungen und Ziele schon ziemlich detailliert aufgeschrieben und es wäre doch schade, wenn dir beim genaueren Durchlesen auffällt, dass es aus diesem oder jenem Grund doch so gar nicht passt. Kann ja sein. Wenn das so ist kannst du dich ja trotzdem mal bei uns melden und genau das ansprechen. Womöglich haben wir uns nur komisch ausgedrückt, benutzen Wörter anders als du oder genau dieser eine Punkt ist gar nicht in Stein gemeißelt.

Wenn du das hier alles gelesen hast und uns jetzt erst recht kennenlernen willst, dann können wir mal telephonieren. Das ist wenig Aufwand weder für dich noch für uns und so können wir uns schon mal einen ersten Eindruck voneinander verschaffen. Deine Fragen können wir auch hier beantworten und Unklarheiten klären, das geht oft bei einem Gespräch besser als schriftlich (per E-Mail). Keine Angst, das soll kein Bewerbungsgespräch sein, sondern einfach ein lockeres Gespräch, das dazu dient beiden Seiten einen besseren Eindruck des Gegenübers zu vermitteln.

Wenn wir und du jetzt denken, dass es ganz gut passen könnte, dann lass uns uns treffen! Komm nach Leipzig und besuch uns. Wir treffen uns für ungefähr drei Stunden, unterhalten uns bei Tee und Keksen (oder worauf wir gerade Lust haben) und erzählen alles, was uns gerade wichtig ist, lernen uns kennen. Unserer Erfahrung nach ist nach drei Stunden oft die Luft raus bzw. es ist klar, ob das Kennenlernen weiter gehen soll, oder nicht.

Wenn dieses erste Treffen gut läuft, du uns und wir dich besser kennen lernen wollen, dann treffen wir uns noch öfter und dann auch gerne länger. Einen ganzen Tag oder mehrere, wie es eben gerade passt. Wir können kochen, essen, trinken, am See sitzen, spazieren gehen und vor allem: Reden, philosophieren, beschnüffeln. Dabei können wir dann feststellen wie gut wir zusammen passen, ob es auch „chemisch“ passt, eben all das, was über Text nicht geht. Bis zum nächsten Schritt wollen wir dich mindestens zweimal und insgesamt wenigstens fünf Tage lang kennenlernen.

Dann haben wir ja diesen tollen Fragebogen ausgearbeitet. Du kannst den natürlich schon jetzt sofort anfangen auszufüllen (wir glauben, dass alle Menschen, die eine Gemeinschaft gründen wollen oder in eine einsteigen wollen, so etwas in die Art tun sollten…), der nächste Schritt ist jedenfalls, dass wir uns zusammen setzen und jedeR ihre oder seine Antworten vorliest. Wenn es Missverständnisse oder Unklarheiten gibt können wir sie sofort klären. Wenn es Unstimmigkeiten gibt können wir auch gleich schauen, ob sie sich überbrücken lassen oder nicht.

Wenn wir dann festgestellt haben, dass wir uns gut miteinander verstehen und uns auch inhaltlich nahe sind wollen wir mit dir ein Arbeitsprojekt machen. Miteinander arbeiten verbindet und dabei lässt sich derDie andere noch mal ganz anders kennenlernen. Uns ist das sehr wichtig, weil wir in der Gemeinschaft und schon in der Aufbauphase sehr sehr sehr viel miteinander arbeiten werden und das muss stimmen. Außerdem kommt bei Arbeit auch mal raus, wie sich die anderen verhalten, wenn sie gestresst sind und auch das ist natürlich für das Leben in Gemeinschaft sehr wichtig. Was wir da mit dir vorhaben? Keine Ahnung! Vielleicht ziehst du gerade um und wir können mit dir die Wohnung renovieren? Oder wie machen eine Saftwoche, fahren rum, pflücken wilde Äpfel und verarbeiten sie zu Saft? Hier bei uns gibt es derzeit (und wohl auch noch etwas länger) zwei Baustellen: Unseren Garten und Caris Wohnung (Caris baut sich ihre Möbel selber). Zusammen arbeiten ist ein Erlebnis das uns verbindet und an das wir uns erinnern können.

Wenn wir das alles schon miteinander gemacht haben wollen wir auf jeden Fall auch noch eine kleine Reise mit dir unternehmen. Im Sommer könnte das eins dieser vielen tollen politischen Camps sein. Im Winter? Hm, vielleicht trampen wir nach Spanien? Es geht darum die anderen mal eine begrenzte Zeit lang sehr eng auf der Pelle zu haben, viel Zeit miteinander zu verbringen, also auch so eine Art Stresstest. So ein Urlaub verbindet aber auch sehr und dieser Kitt ist in der Kommune unheimlich wichtig. Gemeinsame Erlebnisse verbinden und auch ein Urlaub ist so ein gemeinsames Erlebnis.

Das alles gesagt: Wahrscheinlich wird es jedes Mal ein bisschen anders ablaufen und Treffen wird es wohl auch noch einige hier und da dazwischen geben. Ist eben nur eine Richtschnur, damit wir nichts vergessen.

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